Gebäudesimulation:
Wissen statt Annahmen.
Statische Normrechnungen dimensionieren Gebäude für Zustände, die nie eintreten. Die dynamische Simulation zeigt, wie Ihr Gebäude wirklich funktioniert — Stunde für Stunde, das ganze Jahr.
Ob ein Gebäude im Juli überhitzt, ob die Wärmepumpe richtig dimensioniert ist, ob der Besprechungsraum um 15 Uhr noch behaglich ist — all das lässt sich mit Normverfahren nur grob schätzen. Die dynamisch-thermische Gebäudesimulation beantwortet diese Fragen präzise: Sie bildet Ihr Gebäude mit realen Klimadaten, Speichermassen, Verschattung, Anlagentechnik und Nutzerverhalten in stündlicher Auflösung ab.
Wir simulieren mit EnergyPlus und ergänzenden Werkzeugen — von der einzelnen Zone bis zum kompletten Gebäude, von der Behaglichkeitsbewertung über Heiz- und Kühllasten bis zu Tageslicht, Verschattung und Luftströmung. Das Ergebnis sind belastbare Entscheidungen statt Sicherheitszuschlägen: exakt dimensionierte Anlagentechnik, Fassaden ohne überflüssige Kühlung, GEG-Nachweise, die auch ambitionierte Entwürfe genehmigungsfähig machen — auf Wunsch mit Zukunfts-Klimadaten für das Klima von morgen.
Was wir für Sie simulieren.
Thermische Behaglichkeit
Operative Temperaturen, Übertemperaturgradstunden, Komfortkriterien nach DIN EN 16798 — raumscharf bewertet. Grundlage für Nachweise nach DIN 4108-2 und für zufriedene Nutzer.
Dynamische Heiz- & Kühllast
Stundengenaue Lastprofile statt statischer Auslegung: Anlagentechnik, die zum realen Bedarf passt — kleiner dimensioniert, günstiger im Bau, effizienter im Betrieb.
Energiebedarfsprognosen
Realistische Verbrauchsprognosen für Varianten von Hülle, Technik und Betriebsführung — als Entscheidungsgrundlage für Bauherren, Betreiber und Contracting-Modelle.
Tageslicht & Verschattung
Tageslichtquotienten, Besonnung, Blendung und Verschattungsstudien — für Arbeitsstättenanforderungen, Zertifizierungskriterien und Fassaden, die beides können: Licht und Sonnenschutz.
Luftströmung & Lüftungskonzepte
Bewertung natürlicher und mechanischer Lüftung, Nachtauskühlung und Durchströmung — damit Lüftungskonzepte funktionieren und nicht nur auf dem Papier stehen.
Reale & zukünftige Klimadaten
Simulation mit Test-Referenzjahren und Zukunfts-Klimadatensätzen: Wir zeigen, wie Ihr Gebäude 2045 funktioniert — bevor Sie es bauen.
Vom Modell zur Entscheidung.
| Schritt | Was wir tun | Ihr Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 · Fragestellung schärfen | Ziele, kritische Räume und Varianten definieren | Ein Simulationsauftrag, der genau das Nötige rechnet |
| 2 · Modellaufbau | Geometrie, Konstruktion, Technik, Nutzung, Klimadaten | Ein validiertes digitales Abbild Ihres Gebäudes |
| 3 · Simulation & Varianten | Jahressimulation, Parameterstudien, Optimierungsschleifen | Quantifizierte Ergebnisse je Variante |
| 4 · Bericht & Empfehlung | Auswertung, Visualisierung, konkrete Handlungsempfehlung | Entscheidungssichere Grundlagen für Planung & Nachweis |
Häufige Fragen zur Gebäudesimulation.
Wann lohnt sich eine dynamische Simulation?
Immer dann, wenn statische Verfahren an Grenzen stoßen: hohe Verglasungsanteile, komplexe Nutzungen, ambitionierte Energiekonzepte, kritischer sommerlicher Wärmeschutz oder große Investitionen in Anlagentechnik. Faustregel: Je teurer die Fehldimensionierung, desto schneller amortisiert sich die Simulation.
Was unterscheidet die Simulation von der DIN-V-18599-Berechnung?
Die 18599 ist ein Monatsbilanzverfahren für den Normnachweis — richtig und wichtig, aber bewusst vereinfacht. Die dynamische Simulation rechnet in Stundenschritten mit realen Wetterdaten und Speicherverhalten und beantwortet Fragen, die die Norm gar nicht stellt: Komfort, Lastspitzen, Regelverhalten, Zukunftsklima.
Welche Unterlagen benötigen Sie?
Grundrisse, Schnitte, Fassadenansichten, Konstruktionsaufbauten und das Technikkonzept. Ein 3D- oder BIM-Modell beschleunigt den Modellaufbau, ist aber keine Voraussetzung — wir modellieren auch aus 2D-Plänen.
Kann die Simulation Kühltechnik einsparen?
Sehr häufig, ja. Das Kennwertverfahren der DIN 4108-2 rechnet konservativ; die Simulation weist oft nach, dass außenliegende Verschattung, Speichermassen und Nachtlüftung genügen. Damit entfallen Investitions- und Betriebskosten der Kälteerzeugung — einer der häufigsten wirtschaftlichen Gewinne unserer Simulationsprojekte.
Wie lange dauert eine Simulation?
Je nach Umfang: Einzelraumnachweise in wenigen Tagen, komplette Gebäudestudien mit Variantenvergleich in zwei bis vier Wochen. Im Erstgespräch definieren wir Umfang und Zeitschiene — und sagen ehrlich, wenn ein einfacheres Verfahren für Ihre Frage genügt.
Bauen Sie auf Ergebnisse, nicht auf Zuschläge.
Beschreiben Sie uns Ihre Fragestellung — wir sagen Ihnen innerhalb von 24 Stunden, welche Simulation sie beantwortet und was sie kostet.